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Donnerstag, 2. Januar 2025

Oktober 1886: Tom Horn und die Jagd auf Geronimo

 In seiner Biographie sollte Tom Horn erzählen, dass er an der Jagd auf den Apache-Renegaten Geronimo beteiligt war - tatsächlich will er selbst es gewesen sein, der Geronimo dazu überreden konnte, die Waffen niederzulegen und aufzugeben.

Dass Tom Horn tatsächlich Geronimo überzeugt hat, aufzugeben, mag bezweifelt werden. Doch gilt es als wahrscheinlich, dass er als Übersetzer für die Armee anwesend war, als Geronimo nach seiner letzten Flucht von Kavallerie-Captain Lawton gestellt wurde.

Der Los Angeles Herald konnte am 20.10.1886 seinen Lesern einen längeren, durchaus spannenden Beitrag über die "Jagd auf Geronimo", sein letztes Gefecht mit der Armee und schließlich seiner Kapitulation bieten.

10-24-1886 Article about Geronimo and Tom10-24-1886 Article about Geronimo and Tom 24 Oct 1886, Sun Los Angeles Herald (Los Angeles, California) Newspapers.com



Montag, 9. Dezember 2024

20. November 1903: Tom Horn wird gehängt

 Tom Horn hatte ein überaus bewegtes Leben hinter sich: Mit 14 verließ er das Elternhaus in Missouri, um sich zunächst als Kutscher in Kansas und in New Mexico durchzuschlagen, eher er in Arizona zum Cowboy, Dolmetscher und Scout wurde. Er war bei der Kapitulation des Apachen-Kriegers Geronimo anwesend, diente während des berüchtigten Pleasant Valley Wars als Hilfssheriff unter drei verschiedenen Sheriffs und heuerte schließlich als Detektiv bei der berühmten Pinkerton Detective Agency an.

Doch es sollte in erster Linie seine Tätigkeit als "Range Detective" in Wyoming sein, für die er auf zweifelhafte Art berühmt werden sollte. In den sich spätestens seit dem Johnson County War immer drastischer zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen den großen Rinder-Ranchern auf der einen und neu ankommenden Siedlern und Schafhirten auf der anderen Seite ergriff Horn eindeutig Partei: Er ließ sich dafür bezahlen, mutmaßliche "Viehdiebe" aufzuspüren und zu töten. Während vor allem die Viehzüchter in Wyoming Horn als einen hart durchgreifenden Mann feierten, der Rustlern nachhaltig das Fürchten lehrte, sahen viele andere in Horn nur den Handlanger der Interessen der reichen Rinderbarone. 500 bis 600$ soll Horn für jeden seiner "Aufträge" erhalten haben.

Als aber am 15. Juli 1901 der 14-jährige Willie Nickel, Sohn eines Schafhirten, ermordet aufgefunden wurde, fand die Laufbahn Tom Horns ein jähes Ende. Obwohl bis heute Zweifel daran bestehen, dass er der wirkliche Täter war, wurde Horn für schuldig befinden und am 20. November 1903 wegen Mordes am Galgen hingerichtet. Die Vollstreckung des Urteils wurde fast im gesamten Land vermeldet; Zeituzngen, wie die Deseret Evening News (Deseret, Utah) nutzen die Gelegenheit, um große Profile über den bis heute umstrittenen Tom Horn zu veröffentlichen - ein letztes Relikt aus dem Wilden Westen, für das im 20. Jahrhundert kein Platz mehr war.

Quelle: Chronicling America - Library of Congress


Flora Mundis alias Tom King (Teil 2) – Wie sich Legenden bilden

"Desperado Tom King erschießt einen ihrer Verfolger" – mit dieser markigen Überschrift macht der Guthrie Daily Leader am 17.12.189...